Auszug aus der Vereinschronik
Sehr zufrieden blickte der Beilngrieser Männergesangverein bei seiner Jahresabschlussfeier noch einmal auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zu seinem 150-jährigen Bestehen zurück. Vereinsvorstand Konrad Pflieger ließ alle Festveranstaltungen Revue passieren, vom glanzvollen Neujahrsempfang am Neujahrstag bis zum Weinfest im Oktober. Er erinnerte daran, dass daneben auch das "normale Vereinsleben" immer wieder Einsatz und Hilfsbereitschaft verlangt habe. In diesem Zusammenhang erwähnte er Ständchen für Vereinsmitglieder, Veranstaltungen der Stadt, adventliche und weihnachtliche Auftritte, sowie Beiträge zu einigen Gottesdiensten und Andachten.
Für das Unterhaltungsprogramm des Abends hatten die Sänger des zweiten Basses gesorgt. Deren Stimmensprecher, Andreas Schöls, führte durch das Programm. Neben dem Vorsitzenden, sowie dem Chorleiter Alois Vieracker, jeweils mit Gattin, begrüßte er besonders das Ehrenmitglied Andreas Schmidl und übergab nach einer kurzen Einführung das Wort an Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht, die auch Schirmherrin des Vereinsjubiläums ist.
Die 1. Bürgermeisterin der Stadt Beilngries dankte dem Verein für sein Engagement während des vergangenen Jahres und freute sich über die positive Außenwirkung der Jubiläumsveranstaltungen für die Stadt. Anerkennend äußerte sie sich, dass selbst starker Regen das Kreischorsingen nicht nachhaltig beeinträchtigen konnte. Einen besonderen Dank sprach sie den Volksfestwagenbauern des Vereins für den diesjährigen Beitrag zum Festzug aus.
Die Sänger des zweiten Basses gestalteten den Abend sehr kurzweilig. Musikalische Glanzlichter setzte Christian Lobmeier, Enkel eines Sängers und extra von München angereist, wie Schöls betonte, mit zwei modernen, virtuos vorgetragenen Gitarrenstücken. Auch die Basssänger selbst leisteten Erstaunliches, als sie trotz ihrer naturgemäß tiefen Stimmlage ein Adventlied dreistimmig, also teilweise in Tenorlage vortrugen. Gedichte und andere Texte wurden von einzelnen Bassisten vorgetragen. Zu den Höhepunkten gehörte der Auftritt des Nikolaus', der auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurückblickte und dem Verein bescheinigte, er könne stolz auf sich sein. Der Nikolaus muss es wissen, denn er wurde von Rudolf Lobmeier verkörpert, der den Verein in dieser Rolle schon früher scharfzüngig begleitete. Einen besonderen Beitrag steuerte Max Künzel mit seinen witzig formulierten, nichtsdestotrotz tiefsinnigen und kritischen Gedanken zur kulturellen Verwässerung und Kommerzialisierung des Weihnachtsgeschehens bei.
Nach einem gemeinsamen Lied mit den Damen war das Programm beendet, aber der Abend noch lange nicht. Bei Glühwein, Stollen und anderen Getränken saß man noch lange beisammen, bis die Vorbereitung des Hotelfrühstücks den Anbruch eines neuen Tages ankündigte und zum Aufbruch gemahnte.
| Fotos: Alexander Schmidt | |||||
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19.12.2011